Veranstaltungen

Neue Bauern braucht das Land: Einer neuen Generation von Landwirten den Boden bereiten

Der landwirtschaftliche Strukturwandel in Deutschland, auch „Höfesterben“, ist ungebrochen. Immer größer werden die Betriebe, immer mehr Dörfer verlieren ihren letzten Bauernhof, immer einheitlicher werden die Strukturen der Flächenbewirtschaftung. Mit großen regionalen Unterschieden erwarten Experten, dass in den kommenden 12 Jahren nochmals mehr als die Hälfte der Bauernhöfe aufgeben wird.

Doch während der Prozess der gleiche bleibt, ändern sich die Gründe. Betriebe werden in der Regel im Zuge des Generationswechsels aufgegeben, wenn die junge Generation den Hof nicht weiterführen will. Früher war dies meist durch mangelnde Wirtschaftlichkeit der zu kleinen Betriebe bedingt. Heute werden immer mehr Höfe im Generationswechsel aufgegeben, weil die Kinder der Familie andere Berufswünsche haben, obwohl der Hof an sich existenzfähig wäre.

Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Kinder aus nichtlandwirtschaftlichen Familien, die gerne den Beruf Landwirtin ergreifen würden, denen es dazu jedoch an Land und Hofstelle fehlt, weil sie keinen Hof geerbt haben. Vor allem der Zugang zu Land, aber auch zu Gebäuden, Kapital und immaterieller Unterstützung ist für diese Quereinsteiger kaum möglich. Doch wären sie aus gesellschaftlicher Sicht mit ihren Ideen und ihrer Tatkraft ein wichtiger Beitrag für eine gesunde Agrarstruktur, lebensfähige ländliche Räume und neue Impulse in der Regionalentwicklung. Das meinen wir mit „Neue Bauern braucht das Land!“.

In vier Workshops und einer Abschlussveranstaltung wollen wir mit Partner aus Praxis, Beratung, Verwaltung sowie Lehre und Forschung neue Wege diskutieren, jungen Hofnachfolgern und Quereinsteigern zu Grund und Boden und zum eigenen Hof zu verhelfen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf möglichen Allianzen zwischen unterschiedlichen Interessengruppen, die bislang vielleicht zu wenig miteinander im Gespräch sind – ökologischen und konventionellen, Politik und Interessenvertretung, Ost und West, Bauern und Städtern.

1. Workshop: Hofnachfolge sichern!
Vom 19.-20. Februar an der Evangelischen Akademie Tutzing (Bayern)
unterstütz durch die

2. Workshop: Zugang zu Land und Boden schaffen!
Vom 11.-12. April in Erfurt (Thüringen)
unterstützt durch die

3. Workshop: Kooperativ wirtschaften in der Region!
Vom 24.-25. Mai an der Evangelischen Akademie Villigst (Nordrhein-Westfalen)

4. Workshop: Ländliche Entwicklung mit Bäuerinnen und Bauern!
Vom 06.-07. September an der Evangelischen Akademie Loccum (Niedersachsen)

 

Die Teilnahme an den Workshops ist nur mit Einladung möglich. Sollten Sie Interesse haben wenden Sie sich gerne an uns.

Wir bedanken uns ganz herzlich für das Vertrauen und die damit verbundene Unterstützung für die gesamte Veranstaltungsreihe bei der